Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucher unserer Website,

im Namen des Vorstandes, des Präsidiums sowie der Landesleiter des FVDH möchten wir Sie auf unseren Internetseiten herzlich Willkommen heißen.

Ihr Vorstand: Siegfried Schierstedt & Matthias Mertler

FVDH immer aktuell - aus den Ländern und der Region

21. März 2017

Ungeduldige Ärzte, falsche Anreize

„Warum Patienten nach 16 Sekunden von ihrem Arzt unterbrochen werden und statt des behutsamen Abwartens lieber das Machen praktiziert wird“, wurde von Peter F. Matthiessen, Neurologe und Prof. für Medizintheorie, Uni Witten/Herdecke am 24.01.2017 in der Westfalenpost sehr treffend erläutert:

(„Zitate in Auszügen“):
„Die Unterbrechung nach 16 Sekunden hat ökonomische Ursachen“.
„Diagnosen, Untersuchung und Eingriffe werden vergütet, nicht das Zuhören“.

„In der Regel nehmen Mediziner das Befinden der Patienten nicht ernst genug. Dabei ist es wichtig für den Befund. Empfindungen sind nicht nur subjektiv, sondern ein Früherkennungssystem“.

„Genesung wird mit schnellstmöglicher Symptomreduzierung verwechselt. Aber Erkrankungs- und Genesungsprozesse lassen sich nicht abkürzen. Gut Ding will Weile haben“.

Die Beseitigung akuter Beschwerden könne die Ausheilung verhindern und chronische Erkrankungen verursachen. Beispiel: Fieber als wichtige Abwehrfunktion.

„Der Arzt hat eine Erziehungsaufgabe, die im Gegensatz zu seinen finanziellen Interessen steht“:
„Machen wird bezahlt. Behutsames Abwarten nicht“.

Das Dialogforum Pluralismus in der Medizin, dessen Sprecher Prof. Matthiessen ist, bemüht sich, den Austausch zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin zu fördern.
„Das Gegeneinander möchten wir durch ein zwar kritisches, aber unvoreingenommenes Miteinander ersetzen“.

So hat Prof. Matthiessen auch andere Ideen für eine Finanzierung:
„…Kopfpauschale für den Arzt des Vertrauens …Entkopplung von Arbeit und Einkommen. Der Arzt soll sich nicht über den Profit, sondern über die Empathie zum Patienten motivieren“.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen der naturheilkundlichen Ganzheitsmedizin,

diese für uns „vollkommen neuen Erkenntnisse“ bestärken uns wieder einmal in unserer alltäglichen Heilpraktiker typischen Arbeitsweise:

• individuelle Zuwendung
• ausführliche Anamnese
• aussagefähige Screening-Labordiagnostik mit gezielten, individuell sinnvollen Ergänzungen
• Erstellung individueller Therapie-„Pakete“ ohne Kassenzwänge (Therapie-Leitlinien)…

 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfolgreichen Praxisbetrieb

Matthias Mertler
Vorstand des Freien Verbandes Deutscher Heilpraktiker e.V. (FVDH)

18. Januar 2017

Neufassung des Heilpraktikergesetzes

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Nachdem die Landesgesundheitsministerkonferenz schon im Juni 2016 festgestellt hat, dass die bisherigen Überprüfungsleitlinien des Heilpraktikerrechts aus Gründen des Patientenschutzes nicht mehr den Qualitätsanforderungen genügen, wurde das Bundesgesundheitsministerium gebeten, das Heilpraktikerrecht zu überarbeiten, ggf. auszuweiten, um so bessere Voraussetzungen für die Einheitlichkeit der Kenntnisüberprüfungen zu schaffen.

Im Oktober 2016 fand daraufhin eine Sachverständigenanhörung vor dem Gesundheitsausschuss im Bundestag statt, bei der auch Vertreter des Dachverbandes Deutscher Heilpraktiker (DDH) unsere Positionen autorisiert und kompetent vertraten.

So konnten auch entsprechende Kontakte zum Bundesgesundheitsministerium geknüpft werden, wo uns eine Beteiligung an den Ausarbeitungen der neuen Richtlinien zugesichert wurde.

Bundestag und Bundesrat haben noch im Dezember 2016 Änderungen des Heilpraktikergesetzes beschlossen. Diese Änderungen werden zum 31.12.2017 bekannt gegeben und treten dann drei Monate später in Kraft.

» weiterlesen

9. Dezember 2016

Geregelte Osteopathieausbildung beim FVDH

Ab sofort wird der FVDH eine Ausbildung mit der Anerkennung Osteopathie für seine Mitglieder anbieten. Die Forderung an uns, uns fortzubilden, sowie unser Wunsch die Qualität unserer Ausbildungen zu beweisen findet sich in folgenden Forderungen wieder:

Bitte HIER klicken um den kompletten Artikel zu lesen.



Dr. rer. medic.
Beate Kranz-Opgen-Rhein

2. Dezember 2016

Änderungen zum Heilpraktikergesetz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein interessantes und aufregendes Jahr geht zu Ende und glücklicherweise auch die unqualifizierten Diskussionen zur Heilpraktikerschaft, die noch vor dem Jahreswechsel durch intensive Aufklärungsarbeit, Pressemitteilungen und entsprechende Stellungnahmen an die Medien und Politiker in geordnete Bahnen gelenkt werden konnten.
Nach den bedauerlichen Zwischenfällen in HP-Praxen hatten sich einige Meinungsträger und Politiker in NRW ganz weit aus dem Fenster gelehnt und sich dabei z.T. selber disqualifiziert:
lauthals geforderte Änderungen bis hin zur Abschaffung der HP, aber ohne sich vorher über die bestehenden Regelungen schlau zu machen, waren peinlich und gehören schon in die Rubrik Meinungsmache. Eine Vorabinformation zu den schon lange bestehenden Vorgaben und Durchführungsverordnungen hätte hier keinesfalls geschadet.

Seit Jahren bietet der Dachverband Deutscher Heilpraktiker e.V. (DDH), deren Mitglied auch der FVDH als Bundesverband ist, den Gesundheitsministerien auf Landes- und Bundesebene eine konstruktive Zusammenarbeit an.

» weiterlesen

29. September 2016

Kommentar zur aktuellen Heilpraktiker-Diskussion:

Anlass waren drei Todesfälle in einem „Biologischen Krebszentrum“ in Brüggen-Bracht, zu der die Staatsanwaltschaft Krefeld ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat.

Trotz der noch laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen haben sich einige Politiker vorschnell zu Wort gemeldet („…das Gesetz muss reformiert werden.“ „…den Heilpraktikerberuf verbieten.“).
Die Medien und Ärztevertreter haben das gern aufgegriffen – mit ihren Kommentaren aber auch ihre Wissenslücken zur Heilpraktiker-Zulassung und -Überprüfung deutlich gemacht.

Wohltuend davon abgehoben haben sich die Aussagen von Gesundheitsminister Gröhe, der am 09.09.2016 im Bundestag zur Gelassenheit mahnte und dazu riet, die Untersuchungen abzuwarten. Gleichzeitig sprach er sich dagegen aus, die Heilpraktikerausbildung staatlich zu regeln, was der Patientensicherheit s.M.n. auch nicht nützt.

Die im Dachverband Deutscher Heilpraktiker-Verbände e.V. (DDH) zusammengeschlossenen Verbände, zu denen auch der FVDH e.V. als Bundesverband gehört, sind sich einig, dass eine staatliche Reglementierung der HP-Ausbildung weder erforderlich noch sinnvoll ist. » weiterlesen