Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucher unserer Website,

im Namen des Vorstandes, des Präsidiums sowie der Landesleiter des FVDH möchten wir Sie auf unseren Internetseiten herzlich Willkommen heißen.

Ihr Vorstand: Siegfried Schierstedt & Matthias Mertler

FVDH immer aktuell - aus den Ländern und der Region

5. Februar 2020

WIR informieren … Gemeinsame Stellungnahme der Berufsverbände

Freie Heilpraktiker e.V.
Freier Verband Deutscher Heilpraktiker e.V.
Union Deutscher Heilpraktiker e.V.

 

Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht durch das Bundesgesundheitsministerium
Wir begleiten diesen Schritt proaktiv mit einem eigenen Gutachten

Das Bundesgesundheitsministerium hat ein öffentliches Gutachten zum Heilpraktikerrecht ausgeschrieben und noch kein Gesetz auf den Weg gebracht. Im Gutachten sollen alle Aspekte des Heilpraktikerrechts beleuchtet werden.

Von vielen zu untersuchenden Fragestellungen ist auch die Abschaffung der Heilpraktiker/innen in der Rechtsgutachten-Anforderung ein zu untersuchender Punkt. Das nehmen wir sehr ernst. Aber es geht nicht primär um ein Abschaffungs-Gutachten.

Ein Grund für das Gutachten jetzt: Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus CDU/CSU/SPD sieht vor, „das Spektrum der heilpraktischen Behandlung im Sinne einer verstärkten Patientensicherheit zu überprüfen“. Diese Überprüfung wird nun durch das Gutachten auf den Weg gebracht. Das Ergebnis ist derzeit offen.

Eine Rolle wird auch gespielt haben, dass am 17. und 18. Juni 2020 die Gesundheitsminister-Konferenz in Berlin tagt. Die Bundesländer bereiten in ihrer internen Arbeitsgruppe „Berufe des Gesundheitswesens“ eine Beschlusslage zum Heilpraktikerrecht vor. Die Heilpraktiker-Berufsverbände wurden und werden bisher ausdrücklich nicht mit einbezogen.

Das Ministeriums-Gutachten soll innerhalb von 6 Monaten fertig sein. Wird es rechtlich objektiv geschrieben, werden es die Apologeten des Untergangs unserer Arbeit schwerer haben. Es kann aber auch andere Weichenstellungen geben.

Um diesen Weg und mögliche Konsequenzen für unseren Beruf proaktiv zu begleiten, haben wir ein eigenes Rechtsgutachten auf den Weg gebracht. Ziel ist es, dem Gesetzgeber Regelungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Hierdurch soll das Berufsbild gegenüber einer Abschaffung positioniert und weiterentwickelt werden.

Wir haben den Dortmunder Rechtsanwalt Dr. René Sasse mit dieser Aufgabe betraut.

Geht der Gesetzgeber einen Weg, den wir nicht mittragen können, sind wir optimal vorbereitet, z.B. auf dem dann evtl. notwendigen Weg zum Bundesverfassungsgericht.

Wir rufen alle Heilpraktiker/innen und Verbände auf, sich an diesem Weg gemeinsam mit uns zu beteiligen. Bitte sprechen Sie uns an oder tragen Sie sich in die Unterstützungsliste ein, die auf der FH-Website geführt wird:
https://freieheilpraktiker.com/verband/aktuelle-berufspolitik/333-erstellung-eines-rechtsgutachtens-zum-heilpraktikerrecht

 

Arzneimittelgesetz und Arzneimittelverschreibungsverordnung
Die Eigenblut-Therapie befindet sich in der Wartestellung

Über die Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) wurde im vergangenen Jahr die sog. Blutzubereitung unter ärztliche Verschreibungspflicht gestellt (Blutzubereitungen humanen Ursprungs – zur arzneilichen Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper –).

Bereits vorher hatten die Gesundheitsbehörden der Länder über das Transfusionsgesetz die Auffassung vertreten, Eigenblut-Behandlungen dürften nur vom Arzt durchgeführt werden.

Einzige Ausnahme ist die homöopathische Eigenblutaufbereitung nach den Regeln des homöopathischen Arzneibuches.

Widerspruchsverfahren und erste gerichtliche Urteilssprüche bestätigten leider diese Rechtsauffassung.

Unabhängig von der derzeit geringen Möglichkeit, über eine erneute Änderung der AMVV und der Rechtsauffassung der Länder die Eigenblut-Therapie doch noch für uns zugänglich zu machen, haben wir uns 2019 entschieden, diese Problematik durch die Unterstützung eines Musterprozesses unter zwei Aspekten gerichtlich prüfen zu lassen – zur Not auch durch das Bundesverfassungsgericht.

1. Die Eigenbluttherapie ist für Patienten/innen gefahrlos. Es gibt keine dokumentieren Gefahrenfälle.

2. Das Verbot der Eigenbluttherapie durch Heilpraktiker/innen greift eklatant in die Grundrechte und hier insbesondere in die Berufsausübungsfreiheit und Therapiefreiheit ein.

Bitte beachten Sie, dass bis zu einer rechtlichen Klärung die Eigenblut-Therapie für uns nicht mehr erlaubt ist und lesen Sie hierzu die Risikoaufklärung Eigenblut
https://freieheilpraktiker.com/verband/aktuelle-berufspolitik/297-eigenblut-riskoaufklaerungstatt-panikmache

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei Ihrem Berufsverband.

 

Düsseldorf, den 02.02.2020

 

Vorstände der Berufsverbände

Freie Heilpraktiker e.V. FH
www.freieheilpraktiker.com

Freier Verband Deutscher Heilpraktiker FVDH
www.fvdh.de

Union Deutscher Heilpraktiker UDH
www.udh-bundesverband.de

 

Unter folgendem Link können Sie die gemeinsame Stellungnahme ausdrucken:
https://www.fvdh.de/newsletter/anhang/Stellungnahme_Berufsverbaende.pdf

14. Januar 2020

Substituiertes Vitamin D3 ist gesundheitsschädlich!

Journalisten verbreiten Fake News, angebliche Wissenschaftler verbreiten Fake Science und fast alle Zeitschriften plappern nach:
„Vitamin D-Pillen sind gesund“ – obwohl das wissenschaftlicher Unsinn und das Gegenteil längst bewiesen ist.

Vitamin D3-Hype: Eine Religion von globalem Ausmaß, eine Pandemie der Neuzeit, eine Seuche wie der Ausbruch der Pest im Mittelalter und Verursacher vieler iatrogener Krankheiten. Eine Vitamin D-Supplementierung nutzt niemandem – außer dem Hersteller.
Wird durch die Einnahme von Vitamin D der Blutspiegel angehoben, sinkt das körpereigene D-Hormon.
Somit entfallen der natürliche Krebsschutz und auch alle anderen positiven Wirkungen, die ausschließlich vom körpereigenen Vitamin D ausgehen.

Mehr im Mitgliederbereich

9. Januar 2020

Zulassungen Kava-Kava-haltiger Arzneimittel wurden widerrufen

Das BfArM hat mit einem Bescheid vom 20. Dezember den Widerruf der Zulassung Kava-Kava-haltiger Arzneimittel angeordnet. Der HMPC kam im Sommer 2019 zu dem Schluss, dass keine Pflanzenmonographie der Europäischen Union zur Verwendung von Kava-Kava (Piper methysticum G. Forst., Rhizom) in Arzneimitteln erstellt werden kann, da das Nutzen-Risiko-Verhältnis zusammenfassend als negativ betrachtet werden müsse.

Weitere Informationen finden Sie im Mitgliederbereich unter “Arzneimittelkommission (AMK)”.

18. November 2019

Wissenschaftliches Gutachten (1) zum Antrag V-01

„Echter Patient*innenschutz: Bevorteilung der Homöopathie beenden!”
Antrag zur Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/DieGrünen
am 15.-17. November 2019 in Bielefeld

Dr. med. Harald J. Hamre, Dr. med. Helmut Kiene
Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie
an der Universität Witten/Herdecke
Zechenweg 6, 79111 Freiburg i. Brsg.

 

Zusammenfassung
Der Antrag „Bevorteilung der Homöopathie beenden!“ enthält falsche bzw. irreführende Aussagen. Das vorliegende Gutachten stellt den drei zentralen Aussagen des Antrags die entsprechenden wissenschaftlichen Fakten gegenüber:

 
1. Zum Wirkungsnachweis von hochverdünnten (homöopathisch potenzierten) Lösungen:
Die Aussage „Eine Änderung der Wirksamkeit eines Stoffes durch die sogenannte Potenzierung ist nicht nachweisbar“ ist falsch. Wirkungen homöopathisch potenzierter Substanzen wurden in vielen Laborexperimenten mittels verschiedener Testverfahren nachgewiesen und auch bei wiederholten Untersuchungen bestätigt.

 
2. Zur Wirksamkeit in Placebo-kontrollierten klinischen Studien:
Die Aussage „Die fehlende Wirksamkeit homöopathischer Verfahren über den Placebo-Effekt hinaus wurde mehrfach in sehr großen und qualitativ hochwertigen Studien dargelegt“ ist falsch. Eine solche Wirksamkeit wurde in vielen klinischen Studien und in entsprechenden Meta-Analysen gefunden, auch bei Studien bzw. Meta-Analysen von höherer methodischer Qualität.

 
3. Zu „Gefahren“ der Homöopathie:
Die Aussage über ein „gesundheitliche[s] Risiko der verspäteten Behandlung durch Symptomverschleppung, wenn Homöopathika bei gefährlichen bzw. chronischen Erkrankungen anstatt eines Medikaments mit pharmazeutischen Wirkstoffen eingenommen werden“ beruht auf spekulativen Behauptungen ohne Evidenzgrundlage und ist von daher irreführend. Dass erforderliche Therapien nicht in Anspruch genommen werden, ist ein Allgemeinproblem in der Medizin. Ob dieses Problem im Kontext der Homöopathie häufiger als sonst vorkommt, ist offen. Die diesbezügliche Datenlage aus Fallberichten und vergleichenden Studien spricht gegen eine solche Hypothese. Auffällig ist die Diskrepanz: Diese Aussagen sollen ein „Bekenntnis zu einer auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Gesundheitspolitik“ sein, es wird aber die tatsächliche Datenlage ignoriert und es werden lediglich ungeprüfte populäre Meinungsäußerungen übernommen.

 

(1) Erstellt für die Internationale Akademie für Integrative Wissenschaftlich Orientierte Homöopathie, Berlin

 

 

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7. November 2019

Kommentar: Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht:

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 30.10.2019 eine öffentliche Ausschreibung für die Erstellung eines Rechtsgutachtens zum Heilpraktikerrecht ausgeschrieben, aber kein Gesetz auf den Weg gebracht – es geht also nicht um ein „Abschaffungs-Gutachten!“!

Das Rechtsgutachten soll das Heilpraktikerrecht einschließlich der dazu ergangenen Rechtsprechung umfassend aufarbeiten und insbesondere klären, ob und welchen rechtlichen Gestaltungsspielraum der Bundesgesetzgeber im Falle einer Reform des Heilpraktikerrechts zur Stärkung der Patientensicherheit hätte.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus CDU/CSU/SPD sieht vor, dass „das Spektrum der heilpraktischen Behandlung im Sinne einer verstärkten Patientensicherheit zu überprüfen“ ist.
Von vielen zu untersuchenden Aspekten zum Heilpraktikerrecht ist die „Abschaffungsfrage“ in der Rechtsgutachten-Anforderung nur ein zu untersuchender Punkt.
Diese Überprüfung wird nun durch das Gutachten auf den Weg gebracht.
Das Ergebnis ist derzeit offen.
Die Landesgesundheitsminister-Konferenz tagt voraussichtlich im Juni 2020 in Berlin zum Thema.

In jedem Fall wissen wir dann aber, auf was wir uns einstellen müssen und wie wir konkret reagieren können.
Schon seit Jahren unterstützt der FVDH die juristischen Aktivitäten der Freien Heilpraktiker (FH), Düsseldorf in Kooperation und Absprache, sodass wir bestens auf Widersprüche und Eingaben bis hin zum Bundesverfassungsgericht vorbereitet sind.

Wir sind „am Ball“ und werden Sie weiterhin unterrichten

Siegfried Schierstedt
Matthias Mertler
Vorstand FVDH