Deutsches Ärzteblatt 25.02.2025 (in Auszügen)
Fehlinformationen zu FSME-Risikogebieten in der Ärzteschaft
Stuttgart – Über die FSME-Risikokarten gibt es viele Missverständnisse in der Ärzteschaft. Das sagte Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, …
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Der Begriff Risikogebiet sei jedoch irreführend, da Menschen inklusive Teile der Ärzteschaft annähmen, es komme in den Nichtrisikogebieten auch nicht zu FMSE-Infektionen, so Dobler. Der Experte warnt, dass es in ganz Deutschland mittlerweile möglich sei, sich mit dem Virus zu infizieren.
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Seit mehreren Jahren warnt die Universität Hohenheim vor steigenden FSME-Fallzahlen aufgrund des Klimawandels.
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Hinzu kommt eine örtliche Verschiebung. „Es gibt eine Verschiebung von Ost nach West“,
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„Auch in Frankreich, den Niederlanden, England und Dänemark wurden bereits FSME-positive Zecken und menschliche Erkrankungsfälle nachgewiesen.“
Aktuell treten jedoch weiterhin 80 Prozent der Fälle hierzulande in Süddeutschland auf.
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…doch sei aufgrund der milden Winter prinzipiell ganzjährig eine Infektion mit FSME möglich.
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Der Mikrobiologe Dobler geht von einer hohen Dunkelziffer subklinischer oder grippeähnlich verlaufender Infektionen aus. Dem Experten zufolge würden nur fünf bis zehn Prozent der Infektionen mit FSME erkannt und entsprechend gemeldet.
Der Großteil der Infektionen (laut RKI 99 Prozent) tritt bei Ungeimpften auf.
Dobler spricht sich daher für eine Impfempfehlung für ganz Deutschland aus.
Aktuell ist diese auf die ausgewiesenen Risikogebiete beschränkt.

